Fast 1 Jahr Blog – Ein Fazit

Es ist jetzt bald ein Jahr her, dass ich mit diesem Blog angefangen habe, und ich denke es ist Zeit für ein kleines Zwischenfazit. In aller Kürze: Am Anfang habe ich mir viel vorgenommen, bin teilweise vom Weg abgeraten und hatte kaum Zeit für den Blog, hab dann die Motivation wiedergefunden und dann doch wieder alles schleifen lassen und bin jetzt hier und schreibe dieses Fazit. Aber was war da eigentlich los?

Ein guter Start für den Blog! Aber dann…

Ich weiß noch, dass ich unfassbar motiviert angefangen habe. An meiner Pinnwand hing ein Zettel, auf dem ich alle Posts notiert habe, die ich in den damals folgenden Tagen oder Wochen auf den Blog bringen wollte. Ich war echt gut vorbereitet und hatte einen Plan: Texte vorher fertig schreiben, dann die Seite starten, dann alle paar Tage einen neuen Beitrag veröffentlichen. Der Plan hat etwa zwei Monate gehalten, dann hab ich es total vernachlässigt und fast ein halbes Jahr lang nichts gepostet.

Der letze Beitrag vor der “Pause” war im Dezember 2019, danach begann dann ganz langsam und zaghaft die Pandemie, über die wir alle nicht sprechen. Ich hätte die Zeit total gut nutzen können, hab es aber nicht getan. Warum? Sehr gute Frage. Der Blog war dabei aber die ganze Zeit präsent, ich hatte den Tab im Browser absichtlich offen gelassen, denn “ich könnte ja nachher nochmal schnell was schreiben, ein paar Zeilen reichen ja für den Anfang”, aber geworden ist daraus nichts.

Ein zweiter Anfang

Die zweite Schreibphase hat dann nicht mal einen Monat angehalten und war dann schon wieder vorbei mit dem letzten Update meiner Dissertation. Warum mich dann der Elan verlassen hat, weiß ich auch wieder nicht, aber er war einfach weg. Ich hab noch einige Entwürfe für neue Beiträge rumliegen, aber nur einer davon zumindest ein bisschen fertig. Zumindest den will ich demnächst dann endlich mal hier veröffentlichen.

Es macht mir ja auch durchaus Spaß hier zu schreiben, so ist das nun nicht. Aber es nimmt auch schon Zeit in Anspruch, die man bei einer zu schreibenden Dissertation im Hinterkopf vielleicht auch anders nutzen kann oder sollte. Da ich mich aber nicht nur über die Dissertation alleine definieren möchte, nehme ich mir die Zeit gerne. Naja, eigentlich zumindest. Denn de facto hab ich das ja nicht getan.

Was waren denn die Gründe dafür? Zeit war ja eigentlich da, weil das soziale Leben ziemlich auf null zurückgefahren wurde und im Homeoffice der Unterscheid zwischen “ich mache was für die Dissertation” und “ich mache was für den Blog” nicht wirklich gewaltig war. Aber da ist auch schon das Problem: ich habe im Homeoffice auch nicht genug für die Dissertation getan. Ich könnte jetzt um jeglichen heißen Brei herumreden, aber ich mach es einfach kurz: ich hatte psychische Probleme mit der Pandemiesituation.

Tja, und jetzt?

Und jetzt? Die Situation hat sich global gesehen doch kaum verändert. Aber zumindest für das Büro konnten meine Kollegen und ich eine sinnvolle Lösung finden, sodass ich zumindest jeden zweiten Tag hier im Büro sitzen kann. Die psychologische Komponente ist immer noch ein wenig kompliziert, aber zumindest nicht mehr störend. Theoretisch also der perfekte Zeitpunkt, um an allen Projekten, und auch dem Blog, weiterzuarbeiten. Bisher funktioniert das soweit ganz gut, die “offiziellen” Projekte laufen ganz okay bisher, also kann ich auch den Nebenprojekten wieder mehr Zeit widmen (und die Produktivität kann jetzt sogar gesteigert werden, weil wir nach fast einem Jahr endlich WLAN im Bürocontainer haben, aber das ist eine Geschichte für ein anderes Mal).

Aber zumindest ist jetzt der Elan wieder da. Vielleicht sind es auch Schuldgefühle, weil ich so lange nichts mehr hier gemacht habe, während ich auf Instagram sehr aktiv bin. Aber eben nicht beim Blog. Ich habe das Design überarbeitet, ich habe die Technik im Hintergrund wieder auf einen guten Standard gebracht, ich schreibe an Texten. Das ist ein guter (leider dritter) Anfang. Ich muss mich jetzt wohl einfach zwingen, hier zu schreiben und den Blog zu füllen, damit ich nicht in einem Jahr wieder überlege, warum ich so wenig getan habe.

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