Neustart (Nr. 2, also mal wieder)

“Sie kennen das: Sie haben sich vorgenommen einen Blog zu schreiben, Sie besorgen sich eine Domain und ein Content-Management-System und legen los. Aber dann kommt irgendwann der Punkt, an dem Sie nicht mehr weitermachen. Warum? Das kann viele Gründe haben, aber Sie wollten es ja vielleicht gar nicht. Dann könnte es doch nur eine lange Pause gewesen sein. Und dabei hilft ihnen: Neustart!”

So in etwa könnte eine nervtötende Werbung klingen, die ich vielleicht sogar gebraucht hätte. Kurzum: Ich hab hier viel zu lange nichts mehr gemacht und meinen schönen, kleinen Blog schleifen lassen. Damit soll jetzt Schluss sein und ich belege den Blog wieder! Ein neues Design hab ich schon aufgespielt, einige Seiten verschoben oder aufgeteilt und einfach ein bisschen optimiert. Aber auch mit den Inhalten soll es jetzt weitergehen! Mein letzter Beitrag ist jetzt knapp ein Jahr her. In der Zwischenzeit hat sich viel getan.

Neustart

Was war vor dem Neustart?

Naja, so viel hat sich nicht getan, wenn ich mal ehrlich bin. Die Pandemie läuft noch und entsprechend hab ich viel Homeoffice hinter mir, aber das Büro sieht mich schon häufiger wieder. Das Homeoffice allerdings hat mir nicht gut getan. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass mein Doktorvater das hier liest: Nein, ich war nicht vollkommen untätig, aber es war einfach um ein Vielfaches schwerer mich zu motivieren. Ich will hier einfach mal ehrlich sein (und deswegen ist der Beitrag auch in der neuen Kategorie “Persönliches”): obwohl ich nicht krank war, hat mir die Pandemie extrem zugesetzt; Psychotherapie inklusive.

Und das Homeoffice hat nicht nur meiner Motivation geschadet, sondern auch tatsächlich – körperlich – für Probleme gesorgt. Vor der Pandemie war ich teilweise täglich im Fitnessstudio (ist auch nicht so schwer, wenn es nur gute 300 Meter Luftlinie vom Büro entfernt ist), aber das brach dann plötzlich weg. Und je länger der Zustand “da draußen” anhielt, desto schlimmer wurde es bei mir. Anfang 2021 wurde es richtig schlimm und hörte auch lange nicht auf, aber die unfassbar guten Physios im örtlichen Therapiecentrum (unbezahlte Werbung, aber völlig verdient!) haben mich wieder hinbekommen. Danke!

Aber es würde ja nicht reichen, wenn es nur solche lapidaren Sachen wie Rückenschmerzen wären. Gerade als meine Motivation zurückgekehrt ist, fing mein Bauch an Dinge zu tun, die er sonst nicht so tat. Langer Rede, kurzer Sinn: nach unzähligen Arztbesuchen, verschiedenen Therapieansätzen und viel Lamentieren meinerseits kam nach etwa drei Monaten die Diagnose: Exokrine Pankreasinsuffizienz. Richtig nervtötend, unfassbar bescheuert und leider wohl irreversibel. Aber das hat meine Motivation glücklicherweise nur etwas herausgezögert und nicht endgültig gekillt.

Warum jetzt der Neustart?

Die Kurzfassung: ich habe viel zu lange herumgetrödelt. Dieser Blog und alles drum herum ist ja nicht aus Spaß entstanden (naja, auch schon ein bisschen), sondern sollte schon einen tieferen Sinn haben und langfristig einen Nutzen mit sich bringen; idealerweise nicht nur für mich, sondern auch für alle Leser und Leserinnen.

Die lange Version, warum jetzt der Neustart kommen soll, ist ein bisschen komplexer. Ich beginne aber einmal ganz einfach und versuche es trotzdem kurz zu halten: ich habe jeden Monat für diese Domain und den zugehörigen Webspace bezahlt und beides letztlich nicht genutzt. Das ist wirtschaftlich gesehen ziemlich unklug. Da ich aber nicht darauf verzichten wollte und auch immer noch nicht will, ist es jetzt an der Zeit alles zu reaktivieren. Allein aus diesem Grund sollte es eigentlich schon ausreichen, aber da ist noch mehr.

Die mangelnde Motivation der letzten Monate muss schlicht und ergreifend endlich durchbrochen werden. Von außen wird da nichts kommen, deswegen muss das aus mir selbst, intrinsisch, kommen. Und je mehr ich mich mit meinem Fachbereich befasse – egal auf welcher (kreativ-produktiven) Ebene -, desto eher kommt die Motivation wieder auf ihr altes Niveau. Ein Neustart des Blogs, um meine Außendarstellung und Präsentation aufrecht zu erhalten, ist dabei ein logischer Schritt. Der Gedanke dabei ist Folgender: je mehr ich (mich) zeigen muss, desto eher bin ich gezwungen auch etwas zu machen.

So, das war jetzt wirklich nur ein “bisschen” komplexer, aber ich schätze, dass meine Beweggründe nachvollziehbar sind. Und damit soll es das auch für diesen Beitrag gewesen sein. Ab jetzt gibt es hier wieder öfter neue Inhalte und im kommenden Monat direkt einen kleinen Rückblick auf den Oktober letzten Jahres. Wenn ihr nichts verpassen wollt, dann meldet euch gerne beim Mail-Verteiler an (rechts in der Leiste) oder folgt mir auf Instagram oder Twitter, denn auch die werden langfristig Teil des Neustarts sein!

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