Podcasts

Vor einigen Tagen habe ich auf meinem Instagram-Kanal die Frage gestellt, ob meine Follower daran interessiert wären, wenn ich Audio- oder Videoformate produzieren und anbieten würde. Und dabei war natürlich die erste Frage in meinem Kopf: Was wollen sie eigentlich lieber? Die Antwort fiel recht knapp aus, aber gewonnen haben die Audioformate. Seither habe ich dem Thema, besonders Podcasts, schon einige Gedanken gewidmet. Einige davon will ich hier jetzt einmal festhalten.

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Formate, Themen und Konzepte

Bei Audioformaten kommen einem verschiedene Möglichkeiten in den Sinn: Hörspiele, kurze thematische Vorlesungen, das einfache Vorlesen aus Büchern (im Rahmen der rechtlichen Gegebenheiten) und anderes. Im Kern läuft es aber auf einen Begriff hinaus: Podcasts. Das Feld der Podcasts ist weit gefasst und theoretisch ist nichts unmöglich, einiges aber vielleicht schwer oder schwerer umzusetzen. Auch die Länge eines Podcast ist variabel, einige können mehrere Stunden lang sein, während andere vielleicht nur wenige Minuten füllen; in aller Regel überwiegen aber die längeren Beiträge.

Auch bezüglich des Inhalts gibt es viele verschiedene Optionen. Die meisten Podcasts widmen sich im Ganzen einem speziellen Feld und in einzelnen Episoden dann recht klar abgegrenzten Themen. Andere Podcasts sind sehr allgemein und decken dann viele verschiedene Themenbereiche ab, behalten dabei aber ein bestimmtes Muster oder eine bestimmte Fragestellung bei. Auch die Anzahl der Teilnehmer variiert. In den meisten Fällen werden Podcasts von zwei Personen produziert, manchmal sind aber auch mehrere Sprecher miteinander im Gespräch.

Grundsätzlich kann fast jeder Mensch einen Podcast starten, solange eine Art Konzept besteht, sonst findet man sich recht schnell im Bereich der Willkür wieder und hat dann sicherlich Probleme ein Publikum zu finden. Ein mögliches Konzept, ich Bereich der Wissenschaftskommunikation, ist sicherlich die Vorstellung des eigenen Forschungsthemas. Das geht auch alleine, ebenso wie die Produktion von Vorlesungen; in Zeiten von Homeoffice und Isolation sollte das vielleicht sogar schon offensichtlich geworden sein.

Homeoffice und Isolation machen möglicherweise die Produktion von Gespräch-Podcasts schwierig, bei normalen gesellschaftlichen Zuständen sollte das jedoch kein Problem sein. Sicherlich gibt es auch Lösungen, die es ermöglichen ohne im gleichen Raum zu sitzen. Ob diese Lösungen qualitativ aber mit einem gemeinsamen Gespräch mithalten können, wage ich anzuzweifeln.

Ein Fazit?

Ich habe zwar das Ergebnis meiner kleinen Umfrage noch im Hinterkopf und ich habe auch die Technik für einen Podcast. Was mir aber fehlt sind Erfahrung und eine Eingebung, was ich in einem Podcast exakt anstellen soll. Das heißt aber nicht, dass sich für mich oder für Kollegen aus den Geisteswissenschaften ein Podcast nicht lohnen würde.

Solange das Thema nicht zu speziell ist und es im Podcast spannend und interessant präsentiert wird, kann aus jeder Forschungsarbeit, aus jeder grundsätzlichen Überlegung und aus jeder Vorlesungsreihe sicherlich auch ein Podcast werden. Eine einfache Suche im Internet zeigt, dass die Themenvielfalt von konsumierbaren Podcasts sich nicht hinter einem Vorlesungsverzeichnis verstecken muss. Das einzige Problem daran mag nur bisher sein, dass es sich bei den Produzenten der Podcasts in den meisten Fällen um Laien handelt. Das ist grundsätzlich nicht schlecht, aber hier geht es ja um Wissenschaftskommunikation durch die Wissenschaft.

Ich gehe aber davon aus, dass sich die Zahl der von Wissenschaftlern durchgeführten Podcasts in den nächsten Jahren deutlich erhöhen wird. Die Frage von mir an mich – und die sich auch andere stellen sollten – ist: Bin ich dabei?

Nach der Produktion lassen sich Podcasts dann auch ideal einbinden in andere Formate, die hier zum Teil schon bedacht habe: den Blog als Plattform für die Präsentation und die sozialen Medien für die Werbung für den eigenen Podcast. Man kann sich bei der Präsentation aber auch an die gängigen Plattformen halten und dort veröffentlichen. Die Möglichkeiten sind dabei auch unbegrenzt, sodass sich für jeden eine Option finden lassen sollte.