Etwa 1 Jahr Twitter – Eine Bilanz

Ich habe jetzt schon auf die Nutzung meines Blogs zurückgeschaut, jetzt wird es auch Zeit, dass ich mich meinem Account auf Twitter zuwende. Ich habe den Account etwa zur gleichen Zeit gestartet wie meinen Blog, von daher ist es nur legitim, wenn ich jetzt auch einmal hier zurückblicke und mir ansehe, was ich getan oder nicht getan habe und was für mich das Zwischenfazit ist.

Geplant war, dass ich die Beiträge, die ich hier im Blog verfasse, auch über Twitter kommuniziere und so die Reichweite durch die Hashtags erhöhe. Twitter ist eine ganz eigene Welt, mit eigenen Gesetzen, eigenen Wirkungsweisen und vor allem von vielen kleinteiligen Trends beherrscht. Dass ein einzelner Post sich weiter verbreitet als über die eigenen Follower hinaus und so wiederum neue Follower generiert, ist vor allem am Beginn und bei wenigen Kontakten ein Ding der Unmöglichkeit.

Aller Anfang ist schwer

Es fängt schon damit an, dass ich ja, wie im Rückblick auf den Blog geschrieben, nach kurzer Zeit akut keine Motivation hatte, um weitere Texte zu verfassen. Ein bisschen lag das auch daran, dass ich auf Twitter null Resonanz bekommen habe. Durchaus frustrierend, wenn man eigentlich hochmotiviert gestartet ist und dann feststellen muss, dass es offenbar niemanden interessiert.

Um das Ganze mal mit ein paar Zahlen zu unterfüttern: die ersten 6 Blogbeiträge, die bei Twitter untergekommen sind, haben die unfassbare Zahl von 5 Likes dort erhalten. Ich musste echt aufpassen, dass ich vor lauter fame nicht abhebe und ein extravaganter Promi werde. Nein, im Ernst, das sind keine Zahlen, mit denen man sich anfreunden möchte, vor allem nicht, wenn man gerade frisch anfängt.

Wo liegt der Fehler?

Ich bin mir eigentlich auch ziemlich sicher, dass ich keine allzu gravierenden Fehler gemacht habe. Ich habe Hashtags verwendet, die mehr als nur mich als Nutzer haben. Ich habe Bilder gezeigt, ich habe mit anderen Accounts interagiert. Den einzigen “Fehler”, den ich mir vorstellen könnte gemacht zu haben, ist die Tatsache, dass meine Posts hier, dort und auf anderen Kanälen alle auf Deutsch sind.

Klar, das Internet ist global und Leute von überall treiben sich da rum, aber sind wir mal ehrlich: im innersten Kern ist es doch noch immer englischsprachig. Und vermutlich wird sich das nicht so schnell, oder wohl eher niemals, ändern. Es kommt dann noch erschwerend hinzu, dass die Wissenschaftskommunikation sich besonders auf die Naturwissenschaften konzentriert (deswegen versuche ich ja auch was anderes zu machen und Leute aus den Geisteswissenschaften zu motivieren, es auch zu versuchen).

Insgesamt habe ich also, und dessen bin ich mir bewusst, eine relativ kleine Zielgruppe. Jetzt könnte man natürlich argumentieren, dass sich doch eigentlich “totaaaal viele Leute” für Geschichte interessieren. Ja, soweit, so gut, aber mit denen ist es dann offenbar das Problem, dass sie mir dennoch nicht folgen.

Lohnt sich Twitter für mich denn dann?!

Etwa ein Jahr lang habe ich den Account jetzt schon, habe ihn am Anfang auch rege genutzt, aber mit dem ersten Motivationsloch dann nicht mehr. Wie kann jetzt also das Fazit für mich aussehen? Lohnt sich Twitter für mich ganz persönlich? Kurze Antwort: Nein mit einem “aber”; lange Antwort: Ja mit einem “wenn” – die “Weisheit” eines Reverend Timothy Lovejoy lässt mich nicht im Stich.

Nein, es lohnt sich für mich unter den gegebenen Umständen einfach nicht. Aber vermutlich besteht größeres Verbesserungspotenzial als ich derzeit denke. Möglicherweise hilft eine “Live-Berichterstattung” von Events, wenn die aktuelle Pandemiesituation vorüber ist und Konferenzen etc. wieder normal stattfinden statt nur online. – Ja, es lohnt sich für mich trotzdem noch immer. Wenn ich es schaffe die Interaktion von und mit anderen Accounts zu verbessern, soll das heißen. Eventuell helfen auch dabei real stattfindende Events, vielleicht gibt es aber auch andere Wege.

Insgesamt halte ich Twitter noch immer für einen wichtigen Kanal zur Kommunikation, aber entweder eignet er sich nicht für mich und meine Zwecke oder er kommt aus der Mode oder ich benutze ihn einfach vollkommen falsch. Also: falls jemand von euch Tipps hat, wie ich “besser auf Twitter performen kann”, lasst sie mir gerne zukommen. Hier in den Kommentaren oder vielleicht ja sogar direkt auf Twitter. Das wäre ja mal was.

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