Social Media

Es war hier in letzter Zeit etwas still, das gebe ich zu, das lag aber daran, dass ich einige Dinge vorbereitet habe. Aber wie es der Zufall so will, trifft sich das an dieser Stelle ganz gut, denn passend zu diesem Beitrag habe ich eine kleine Ankündigung, aber dazu weiter unten mehr.

Facetube, Twitstagram, Insterchat, Snapbook… oder so ähnlich

Dieses Mal soll es um Social Media, die sozialen Medien und ihren Einsatz für die Wissenschaftskommunikation gehen. Facebook, Twitter, Instagram und Snapchat sind dabei sicher nicht jedem Forscher ein Begriff. Ich selbst habe keine Ahnung, was Snapchat im Detail kann, aber das heißt ja nicht, dass ich es nicht herausfinden kann. Zunächst aber zu den Klassikern

Facebook ist sicherlich nicht außer Acht zu lassen, wenn man sich in den sozialen Medien bewegen will. Jeder ist bei Facebook, die Reichweite ist unglaublich groß, es gibt unzählige Möglichkeiten. Das aber scheint mir auch das Problem zu sein, denn die Nutzer werden ohnehin mit viel zu vielen Informationen überfrachtet. Einzelne Seiten gehen in der schieren Masse unfassbar schnell unter. Wenn man es aber geschafft hat, eine gewisse Basis zu schaffen, die dann auch für die Weiterverbreitung der Inhalte sorgt, kommt man ebenso schnell an den Punkt, an dem man die Leute anzieht, die man dort nicht haben will. Wer sich um seine Community kümmern möchte, der muss sich bei Facebook auf lange und teils sicher elendige Diskussionen einstellen.

Twitter dient vornehmlich dazu, kurze Mitteilungen ins Netz zu stellen. Früher war die Länge auf 140 Zeichen, mittlerweile beträgt sie 280 Zeichen. Dadurch lassen sich schon beinahe sinnvolle Informationen mitteilen, aber die Beschränkung macht es dennoch schwierig, komplexere Inhalte zu vermitteln. Man kann sich zwar auf seine eigenen Tweets antworten, aber schön sieht das letztlich auch nicht aus. Bilder lassen sich zwar auch tweeten, doch wenn der Inhalt nicht klar ist, dann muss es die Beschreibung umso eher sein.

Ein größeren Problem meiner Meinung nach ist, dass auch die sehr beliebten Hashtags (für die Älteren: das Ding mit der Raute vom Telefon) in die maximale Zeichenzahl zählen. Ein Hashtag wie mein #magisterhistoriae oder #altegeschichte bzw. #ancienthistory nimmt dabei also schon einiges an Platz ein. Darüber hinaus ist die Flut an Tweets, Retweets, Empfehlungen, Antworten etc. unglaublich groß, daher geht hier noch schneller etwas verloren.

Social Media: Bilder, Bilder, Bilder

Instagram hat ein ähnliches Problem wie Facebook und Twitter, was die Informationsflut angeht, sie lässt sich aber ein wenig leichter kontrollieren. User sehen hier in erster Linie Bilder, diese sind aber vollformatig auf dem gesamten Smartphone zu sehen (im Browser sieht es wieder etwas anders aus). Die Bilder müssen dabei zwingend als eye-catcher fungieren, sonst werden die Texte niemals beim Benutzer ankommen.

Aber leider ist es selbst dann fraglich, weil viele scheinbar die Texte generell zu lang empfinden, egal wie lang sie wirklich sind. Es besteht aber die sehr bequeme Möglichkeit, mehrere Bilder in einen Beitrag zu setzen. So könnte man längere Texte auf diese verteilen und spart den Zusatztext unter den Bildern. Ob der User die Bilder durchscrollt oder nicht oder sie etwa für später speichert, bleibt dann ihm oder ihr überlassen.

Snapchat ist, wenn ich es richtig verstanden habe, rein auf Bilder ausgelegt, deren Lebenszyklus mit 24 Stunden auch noch unheimlich kurz ist. Außerdem bietet das Programm lediglich die Möglichkeit die Inhalte Freunden zu senden, sodass man nur schwer eine neue Zielgruppe erschließen kann. Wer also nicht gerade seinen eigenen Lehrstuhl mit aktuellen Bildern der Exkursion, Ausgrabung oder Feldforschung versorgen will, sollte vielleicht zweimal über die App nachdenken. Ich für meinen Teil klammere Snapchat für mich aus der Social Media-Kategorie aus.

Lohnt sich Social Media denn jetzt überhaupt?!

Allerdings lohnt es sich teilweise, diese Dienste zu verwenden. Es kommt dabei aber stark darauf an, wie man die eigenen Inhalte gestaltet. Snapchat scheint generell ungeeignet für die Wissenschaftskommunikation wie ich oben schon ausgeführt habe. Aber wie sieht es mit Facebook, Instagram und Twitter aus?

Facebook könnte sicher geeignet sein, man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass die Konkurrenz sehr groß ist: (Fast) Jeder ist bei Facebook! Twitter dagegen kann zum Beispiel ideal genutzt werden für Live-Berichte von verschiedenen Events, gleiches gilt auch für Instagram. Beide Dienste lassen sich aber aufgrund ihrer Simplizität leicht in den normalen Tagesablauf integrieren. Mit allen dreien wiederum kann man Vorhandenes ergänzen und durch virale Postings andere Zielgruppen erreichen oder einfach die Reichweite allgemein erhöhen.

Insgesamt lässt sich vielleicht einfach festhalten, dass Social Media alleine nur schwierig für die Wissenschaftskommunikation einzusetzen sind. Eine Kombination mit anderen Formaten ist sicher eine gute Idee: Twitter plus Blog, Facebook plus öffentliche Ringvorlesung, Instagram plus Science Show. Die Kombinationsmöglichkeiten sind beinahe grenzenlos, aber jeder Forscher und jede Forscherin muss für sich herausfinden, was den besten Effekt erzielt.

Trommelwirbel, bitte!

Ich werde sicherlich bei meiner Kombination aus Blog und Twitter bleiben und dann – siehe unten – punktuell ergänzen, wenn ich es für sinnvoll halte. Nur muss ich mich noch daran gewöhnen, die Kanäle häufiger zu bespielen, sonst gehen mir am Ende noch die Nutzer flöten.

Und jetzt noch zu der versprochenen Ankündigung. In den letzten Tagen und Wochen habe ich an den Inhalten für meinen neuen Instagram-Kanal gearbeitet! Das Projekt hatte ich schon länger im Kopf, habe es aber noch etwas hinten anstellen müssen. Jetzt aber ist der perfekte Moment, um die Bombe quasi platzen zu lassen.

Bis Ende des Jahres wird auf dem Kanal noch nicht allzu viel geschehen. Aber mit Beginn des neuen Jahres werde ich euch dann dort fast täglich mit (hoffentlich) interessanten Posts zur Antike versorgen. Ich hoffe, ihr folgt mir auch dort: http://www.instagram.com/magisterhistoriae