Über mich

Über mich

Hallo, ihr da draußen! Euch scheint brennend zu interessieren, wer hier eigentlich den Blog schreibt und wer ich bin. Dann will ich euch auch mal schnell etwas über mich erzählen, gar kein Problem. Vorab: ich schreibe hier alleine. Alles, was ihr hier lest, stammt nur von mir und es ist eigentlich auch nicht geplant, dass hier noch andere Autoren mitschreiben (vielleicht ändert sich das mal oder es gibt Gastbeiträge, aber das zeigt sich irgendwann).

Mein Name ist Sascha Boelcke und die Antike ist nicht nur mein Hobby, sondern sogar mein Beruf. Nach aktuellem Stand bin ich 33 Jahre alt und wohne im schönen, aber oft regnerischen Kiel. Hier in Kiel habe ich auch Geschichte und Klassische Archäologie studiert und bin mittlerweile dabei an meiner Doktorarbeit zu schreiben. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, dann unterrichte ich auch ab und zu ein paar Kurse.

Meine Welt sind aber die Bücher. Die Grabungskelle habe ich vor langer Zeit schon weggelegt (ich hatte ohnehin nie eine eigene) und spätestens mit dem Masterstudium lag mein Fokus im Studium auf der Alten Geschichte. Es ist nicht so, dass mich die Archäologie nicht (mehr) interessiert, aber meine Passion habe ich dann doch anderweitig gefunden.

Warum denn jetzt Alte Geschichte?!

Die Menschen haben es in ihrer Natur, dass sie Dinge benennen, einordnen und klassifizieren wollen. Ich glaube, wir als Spezies brauchen diese Ordnung einfach, um uns die Welt zu erklären. Und auch in Bezug auf die Vergangenheit haben Historiker und frühere Gelehrte das getan. So entstand dann eine Einteilung der Geschichte in grob drei Phasen: Antike, Mittelalter, Neuzeit. Habt ihr sicher schon gehört.

Schwierig wird es natürlich, wenn man fragt wo die Grenzen zu ziehen sind. Diese Frage beschäftigt Forscher schon länger. Wann hört die Antike auf? Wo beginnt das Mittelalter? Wodurch endet es? Wann wird die Frühe Neuzeit zur Neuzeit? Die Antworten auf diese Fragen sind ähnlich vielfältig. Für die Antike gibt es gleich mehrere Möglichkeiten. Der Beginn ist einigermaßen klar einzugrenzen: der Beginn der Schriftlichkeit der Menschen ist der Beginn der Antike. Gemeint ist damit ungefähr das Jahr 800 als grobe Grenze. Das bedeutet aber nicht, dass auch die Zeit davor – die sog. Dark Ages – nicht gelegentlich auch in den Bereich der Antike einbezogen werden.

Das Ende wiederum ist etwas schwieriger auszumachen. Das hängt vor allem davon ab, welche Region man betrachtet. Nimmt man nur den Westen Europas und ist sehr streng, dann endet die Antike vielleicht sogar schon 395 n. Chr. mit der Teilung des Römischen Reiches in einen West- und einen Ostteil. Ist man weniger streng, dann endet sie mit der Absetzung des letzten Kaisers von Westrom 476 n. Chr. Andere Daten sind dann noch da Ende der Regierungszeit von Kaiser Justinian 565 n. Chr. und die Ausbreitung der Araber in den Mittelmeerraum ab 632 n. Chr. Vermutlich ist es aber ohnehin ein eher fließender Übergang von der Spätantike bis ins frühe Mittelalter.

Aber warum interessiert mich die Antike jetzt so besonders? Angefangen hat das alles als ich etwa 8 oder 9 Jahre als war und meine Mutter mich in die örtliche Bücherei mitgenommen hat. Vielleicht war es auch später, aber es ist auf jeden Fall lange her. Was ich da fand, hat mich dann tatsächlich früh geprägt: es war ein Buch über die antike griechische Mythologie mit den wichtigsten Mythen. Ich habe dann also noch im Grundschulalter angefangen alles zu den Alten Griechen und Römern zu verschlingen und mein Weg stand fest (naja, fast).

Besonders interessant an der Antike finde ich, dass die damaligen Kulturen beim ersten Blick so vollkommen anders scheinen als alles, was wir heute kennen. Andererseits sind uns die Römer und Griechen aber unfassbar nah, man merkt es beinahe jeden Tag, wenn man darauf achtet. Die Technologie mag heute weit fortschrittlicher sein, aber die Grundkonzepte menschlichen Lebens, Zusammenlebens und Überlebens haben sich kaum verändert.

Warum mache ich das hier?

Ich möchte nicht allzu viel Text hier hinterlegen, aber ich hoffe, dass klar wurde, warum ich die Antike so faszinierend finde. Und ich würde mich sehr freuen, wenn andere auch so empfinden würden. Das scheint nur leider nicht der Fall, denn in meinem Studium habe ich schon feststellen können, dass meine Kommilitonen nicht das gleiche Interesse zeigten.

Als ich später an der Uni als Tutor tätig war, wurde es mir noch bewusster. Die meisten Erstsemester sahen die Antike lediglich als notwendiges Übel, gingen davon aus, dass sie als angehende Lehrer das ohnehin nie wieder brauchen. Kann man ihnen diesen Gedanken verübeln, wenn man an den eigenen Geschichtsunterricht zurückdenkt, der zu unglaublich großen Teilen aus Französischer Revolution, Zweitem Weltkrieg und Nachkriegszeit bestand?

Aus persönlichem Eifer möchte ich diesen Zustand eigentlich nicht akzeptieren. Und da ich mich ja auch für eine Karriere in Forschung und Lehre entschieden habe, lag es nahe auch außerhalb des universitären Umfelds Wissen zu vermitteln und meine Faszination zu präsentieren. Das alles natürlich in der Hoffnung, dass es auf lange Sicht jemanden inspiriert, sich ebenfalls näher mit Römern, Griechen und antiken Kulturen zu befassen.

Magister Historiae? Wer oder was ist das eigentlich?

Ich habe echt lange gebraucht, bis ich einen Namen hatte, unter dem ich über mich und mein Projekt schreiben könnte. Es ist ja nicht nur der Blog, sondern auch noch ein Instagram-Kanal und ein Twitter-Account (wobei ich den leider nicht so oft nutze). Möglicherweise kommt in der Zukunft noch was dazu, aber das wird sich zeigen. Irgendwann kam dann die Idee, dass ich alle diese Kanäle unter einem Namen vereine, um eine Art Corporate Identity zu schaffen. Ein Künstlername, wenn man so will.

Das Konzept war mir recht schnell klar: ich will Leuten zeigen, was ich mache, warum ich die Antike spannend finde und was die Antike so an coolen Fakten zu bieten hat. Ich unterrichte also mehr oder weniger zum Thema Antike, will mich aber nicht “Geschichtslehrer” nennen, sonst erwartet man von mir plötzlich merkwürdige Dinge.

Also musste ich das Ganze irgendwie abwandeln, damit dann vielleicht auch der Fokus klarer sichtbar wird. Die wenigsten Leute werden mit Altgriechisch etwas anfangen geschweige denn es lesen können, deswegen lag ein einfacher Begriff auf Latein recht nahe. Meine eigenen Fähigkeiten reichten dafür nicht ganz aus, weshalb eine Freundin mir dabei kurz helfen musste (danke!), woraus dann “Magister Historiae” entstand. Das sollte recht eindeutig sein, oder?

Was gibt es sonst noch über mich zu sagen?

Was mache ich denn eigentlich, wenn ich nicht gerade an meiner Dissertation arbeite oder hier für ein bisschen Unterhaltung sorge? Ich bin leidenschaftlicher Pen&Paper-Spieler, lese gerne und finde tatsächlich Videospiele entspannend. Aber auch sonst bin ich recht begeisterungsfähig, unternehme gerne Dinge, gehe in Museen oder einfach mal spazieren. Ich bin aber auch Fußball-Fan, Serienjunkie und manchmal auch couch potato.

Ihr seht: Auch Forscher sind nur Menschen. Menschen, mit denen man interagieren kann, die sich freuen, wenn sich andere für ihre Themen begeistern, und die neben der Wissenschaft auch andere Interessen haben. In diesem Sinne freue ich mich auf euch, eure Kommentare, eure Fragen und was euch sonst noch so einfällt.